Wer Gebäude perfekt aufs Bild bannen will, kommt mit Standardlinsen nicht weit. Mit den neuen Optiken der TS-E-Serie will Canon auch knifflige Foto-Probleme lösen.
Engagierte Fotografen kennen das Problem: Wer mit einer Weitwinkellinse von der Straße aus ein großes Gebäude ablichtet, hat es dank der kurzen Linsen-Brennweite zwar vollständig auf dem Bild. Aber wegen des niedrigen Standpunkts beim Fotografieren scheinen sich die Kanten des Gebäudes zu neigen – seine Linien stürzen.
Gegen diesen unvermeidlichen optischen Effekt gibt es zwei Mittel: Der Fotograf kann sich eine Hebebühne mieten, die ihn auf eine Höhe mit dem gewünschten Bild-Mittelpunkt bringt. Das ist aber ein recht teurer Spaß, der zudem in der Praxis oft gar nicht durchführbar ist – selbst, wenn Geld keine Rolle spielt. Die unaufwendigere, unauffälligere, aber auch nicht ganz billige Alternative: spezielle Weitwinkellinsen mit integrierter Schwenk- und Neigetechnik. Mit ihrer Hilfe lassen sich die stürzenden Linien wieder geraderücken – auf dem Bild steht das Gebäude im Lot.
Für seine EOS-Serie von Spiegelreflexkameras offeriert Canon ab April gleich zwei Objektive, die genau dies können: das Ultraweitwinkel TS-E 17 mm/1:4 L sowie ein Weitwinkel namens TS-E 24 mm/1:3,5 L II. An beiden Objektiven lassen sich die Linsengruppen unabhängig voneinander neigen und schwenken – mit automatischer Blendensteuerung. Canon verspricht, dadurch lasse sich die Brennebene ähnlich gezielt wie bei einer Großbildkamera steuern. Beide Objektive lassen sich um plus/minus 12 Millimeter schwenken. Das TS-E 17 neigt sich um plus/minus 6,5 Grad, das TS-E 24 um plus/minus 8,5 Grad.
Verfügbar im Handel ab April 2009
Canon TS-E 17 mm/1:4 L für 2399 Euro*
Herstellerinfos: Canon TS-E 17 mm
Canon TS-E 24 mm/1:3,5 L II für 2099 Euro*
Herstellerinfos: Canon TS-E 24 mm
*Unverbindliche Preisempfehlung für Deutschland inkl. MwSt. Irrtümer und technische Änderungen vorbehalten.
Stand: März 2009.
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