Der selbstleuchtende, hochauflösende Bildschirm der Samsung WB 100 verspricht bei der Kontrolle vor Ort ein sattes, blickwinkelunabhängiges Bild.


Von der Nahe für die Nähe: Das Schneider-Objektiv ist mit einer Brennweite von 24 Millimetern sehr weitwinklig.
In der WB 100 vereinigt Samsung aktuelle Bildschirm- und Linsentechnik mit Retro-Details. So sind Displays auf Basis organischer Leuchtdioden (OLEDs) immer noch eine Seltenheit. Der Grund: Ihre Fertigung ist zur Zeit deutlich teurer als die von herkömmlichen Flüssigkristallbildschirmen (LCDs). Dabei haben die OLEDs klare Vorteile: Ähnlich wie eine Bildröhre sind sie selbstleuchtend, Kontrast und Farben also potentiell besser als von LCDs. Die brauchen, damit man auf dem Bildschirm etwas erkennt, eine Lampe hinterm Display. Die will ständig Strom; schwarze Partien wirken mit dieser Technik gräulich.
In der WB 100 verbaut Samsung einen Bildschirm mit 460.000 Pixel. Jeder Bildpunkt wird – ähnlich wie bei aktuellen LCDs - durch einen eigenen Miniaturtransistor kontrolliert („Active Matrix“), was zur etwas sperrigen Bezeichnung AMOLEDs führt.
Bei allen potentiellen Meriten des Displays: Für die Bildqualität ist immer noch die Technik auf der Vorderseite einer Kamera ausschlaggebend. Mit seiner vom Systempartner Schneider gefertigten Optik will Samsung dem Display ebenbürtige Linsen zur Seite stellen. Bei einer Anfangsbrennweite von 24 Millimetern (umgerechnet aufs Kleinbildformat) ist das Schneider-Objektiv sehr weitwinklig – viele Konkurrenten liegen bei 25 Millimetern. Auch auf engstem Raum sollte damit viel Motiv aufs Bild passen. Der Zoomfaktor 5 bedeutet eine Telebrennweite von 120 Millimetern – wer auf Fotopirsch gehen will, dürfte mit anderen Kameras besser bedient sein.
Den 12-Megapixel-Sensor kann die WB 100 wie viele andere Samsung-Knipsen des Jahrgangs 2009 auch nutzen, um hochauflösend zu filmen. Videos mit 1280 mal 720 Pixel bei 30 Bildern/Sekunde sind möglich. Sie zeichnet MPEG-4 in AVI-Dateibehältern auf. Den Ton speichert die Kamera in Stereo; die Zoomoptik arbeitet über die gesamte Brennweite auch bei Bewegtbildaufnahme.
Die zwei Analoganzeigen auf der Kameraoberseite sind ein zwar verspieltes, aber nützliches Detail: Hier sieht der Fotograf, wie lange der Akku noch hält und wie viel Platz auf der Speicherkarte noch für Bilder ist.
Über einen als Zubehör erhältlichen Sockel leitet die WB 100 Videos oder Fotos per HDMI in voller HDTV-Auflösung an aktuelle Flach-TVs weiter. Als Speichermedium nutzt die WB 100 SD- oder SDHC-Karten.
Verfügbar im Handel ab April 2009
Samung WB 100 in Schwarz oder Silber, der Preis: 349 Euro.
Herstellerinfos:
*Unverbindliche Preisempfehlung inkl. MwSt. Irrtümer und technische Änderungen vorbehalten.
Stand: März 2009.
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